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Review: Silent Sides - Lass es aussa - gemma’s an
Silent Sides - Lass es aussa - gemma’s an Silent Sides - Lass es aussa - gemma’s an
2014

Hinter Silent Sides aus Innsbruck steht Alex Folterbauer, der früher in Hardcore-Bands spielte. Mit Silent Sides werden neue musikalische Wege eingeschlagen, nämlich österreichische Mundart und Blues. Inhaltlich beschäftigen sich die Lieder sowohl mit persönlichen als auch kritischen Themen.
Einige Lieder, wie „Oa vergessene Spur“ oder „Weit entfernt“, profitieren enorm von der stimmlichen Unterstützung der Sängerin Gabriele Voigt. Der Blues kommt besonders bei „Don’t leave me alone (Lass mi net allan)“, dem an den verstorbenen Blues-Musiker Magic Slim gewidmeten „Teardrops - Für an Moment no a Mal“ und „After the morning rain (Nachn Regen in da Fruah)“ zur Geltung. Im Gegensatz dazu stehen eingängige Stücke, wie meine Favoriten „Kälte“ oder „S’Wasser bis zum Hois“ (mit Unterstützung von Peter Schöpf). Beendet wird das Album von einer sehr schönen Piano-Version von „Oa vergessene Spur“.

Fazit: Das erste Album der österreichischen Silent Sides bietet eine Mischung aus österreichischer Mundart und Blues, Ohrwürmern und komplexeren Stücken, persönlichen und kritischen Texten – und all das fügt sich auf „Lass es aussa - gemma’s an“ gut zusammen. Das Album verbreitet dabei immer eine angenehme, entspannte Stimmung.

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Silent Sides